WIM WENDERS

 


„Wenn man viel unterwegs ist“, schreibt Wim Wenders, „wenn man gern umherstreift, um sich zu verlieren, kann man an den merkwürdigsten Orten landen. Es muss wohl eine Art eingebauter Radar sein, der mich oft in Gegenden führt, die entweder sonderbar ruhig oder auf eine ruhige Art sonderbar sind.“ Wenders’ Bilder handeln vor allem von Orten, die im Verschwinden begriffen sind. Sie verweisen auf eine Zivilisation, die man nur noch an ihren Spuren erkennen oder erahnen kann. Er befragt die Orte hinsichtlich ihrer kulturellen Erinnerung und setzt die Fotografie als Instrument gegen den Erinnerungsverlust ein, denn ihm zufolge tragen „Landschaften und Orte das Bedürfnis in sich, erzählt, festgehalten und weitergezeigt zu werden.”

Wim Wenders fotografiert ausschließlich analog und lässt seine Negative auch analog ausarbeiten. Alle Arbeiten sind gerahmt.

Biografie
Wim Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren und wuchs in Düsseldorf, Koblenz und im Ruhrgebiet auf, wo er ein humanistisches Gymnasium in Oberhausen besuchte. Nach zwei Jahren des Studiums der Medizin und der Philosophie und einem einjährigen Aufenthalt als Maler in Paris besuchte er von 1967 bis 1970 die Hochschule für Film und Fernsehen in München.
Im Jahr 1971 war er Gründungsmitglied des Filmverlags der Autoren, der treibenden Kraft hinter dem „Neuen Deutschen Kino“. 1975 gründete er in Berlin seine eigene Produktionsfirma, „Road Movies“. Als einer der einflussreichsten Vertreter des „Neuen Deutschen Kinos“ in den 1970er Jahren haben seine Filme zahlreiche prestigeträchtige Auszeichnungen und Zuspruch der internationalen Filmkritik erhalten. 1984 wurde Wim Wenders Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Universität Sorbonne in Paris (1989), der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg (1995), der Universität Louvain (2005) und der Fakultät für Architektur der Universität von Catania (2010). Wim Wenders ist Gründungsmitglied der European Film Academy und seit 1996 ihr Präsident. Seit 2005 ist er Mitglied des Ordens Pour le Mérite. Gegenwärtig unterrichtet er als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.
Wim Wenders hat zahlreiche Bücher mit Essays und Fotografien publiziert. Er lebt mit seiner Frau, der Fotografin Donata Wenders, in Berlin.

Ausstellungen (Auswahl)
2013 BER - BILDER EINER STADT
Pavlov's Dog, Berlin
2013 Format POLA
Galerie Polka, Paris
2010–12 PLACES, STRANGE AND QUIET
Deichtorhallen Hamburg – Sammlung Falckenberg / Haunch of Venison, London / MASP, São Paulo
2006 JOURNEY TO ONOMICHI
Céline und Heiner Bastian, Berlin / Omotesando Hills, Tokio (mit Donata Wenders)
2000–06 BILDER VON DER OBERFLÄCHE DER ERDE
Scuderia del Quirinale, Rom 2006 / Shanghai Museum of Art, Shanghai 2004 / Haunch of Venison, London 2003 / Guggenheim Museum, Bilbao 2002 / Hamburger Bahnhof, Berlin 2001
1995 WIM WENDERS: PHOTOS
Goethe Institute weltweit
1994–95 ONCE – Photographs by Wim Wenders
Palazzo delle Esposizioni, Rom 1993, und in weiteren Institutionen
1989–93 WIM WENDERS: PHOTOGRAPHS
San Telmo Museum, San Sebastian 1994 / La Biennale die Venezia „Slittamenti“, Venedig 1993 / Fahey/Klein Gallery, Los Angeles 1991 / „Robert Adams – Wim Wenders“, Galerie Marie Louise Wirth, Zürich 1990 / PPS.
Galerie F.C. Gundlach, Hamburg 1989
1986–92 WRITTEN IN THE WEST
Centre Pompidou, Paris 1986

Filmografie
Spiel- und Dokumentarfilme

2011 PINA (3D)
2008 Palermo Shooting
2005 Don’t Come Knocking
2004 Land of Plenty
2003 The Blues Series: The Soul of a Man
2002 Viel passiert – Der BAP Film
2000 The Million Dollar Hotel
1998 The Buena Vista Social Club
1997 The End of Violence
1996 Die Gebrüder Skladanowsky (Mit Studenten der HFF München)
1995 Jenseits der Wolken (Mit Michelangelo Antonioni)
1994 Lisbon Story
1993 In weiter Ferne, so nah!
1991 Bis ans Ende der Welt
1989 Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten
1987 Der Himmel über Berlin
1985 Tokyo-Ga
1984 Paris, Texas
1982 Der Stand der Dinge
Hammett
1980 Nick’s Film – Lighting over Water
1977 Der Amerikanische Freund
1976 Im Laufe der Zeit
1975 Falsche Bewegung
1973 Alice in den Städten
1972 Der Scharlachrote Buchstabe
1971 Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
1970 Summer in the City

Kurzfilme
2012 Notes from a Day in the Life of an Architect (Peter Zumthor at work)
2010 If Buildings Could Talk
2008 “8”: Person to Person
2007 War in Peace
Los Invisibles: Invisible Crimes
2002 Ten Minutes Older: Twelve Miles to Trona
1999 The Buena Vista Social Club
1998 Willie Nelson at the Teatro
1992 Arisha, the Bear and the Stone Ring
1985 Tokyo-Ga
1982 Reverse Angle
Chambre 666
1974 Aus der Familie der Panzerechsen / Die Insel
1969 Alabama: 2000 Light Years from Home
3 Amerikanische LP’s
1968 Silver City
Polizeifilm
1967 Schauplätze
Same Player Shoots Again 1

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