ARAKI TELLER TELLER ARAKI

Im Rahmen der Ausstellung »ARAKI TELLER TELLER ARAKI« präsentiert die Bibliothek der Galerie OstLicht eine Auswahl der zahlreichen Fotobucherscheinungen von Nobuyoshi Araki und Juergen Teller. Neben ihren bekannten Fotobuchprojekten und Ausstellungskatalogen sowie diversen Magazinerscheinungen und Plattencovern werden einige besonders seltene und vergriffene Fotobuch-Exemplare gezeigt.

Ihr schier unbändiger Drang zu fotografieren ist es, der Araki und Teller verbindet – Fotografie ist ihr Motor, ihre Obsession. Das Fotobuch dient beiden Künstlern dabei als ideales Medium, ihre enorme „Bilderflut“ zu bändigen.

Nobuyoshi Araki, der im Laufe seiner künstlerischen Karriere eine unglaubliche Zahl an Fotobüchern (bis dato sind es um die 480 Publikationen) produziert hat, sieht das Fotobuch als die Essenz fotografischer Arbeit. Für ihn steht die Verbreitung seiner Fotografien in Form von Publikationen in logischer Konsequenz seiner seit den 1960ern stetig vorangetriebenen, obsessiven Arbeitsweise. Durch Araki erfährt das Fotobuch eine allgemeine Aufwertung  als eigenständiges künstlerisches Medium. Vor allem ist es aber die Geschichte des japanischen Fotobuchs, das in Arakis umfangreichen Schaffen mündet und für das er als Schlüsselfigur zum Verständnis des japanischen Kulturkreises fungiert:

 „The story of the Japanese photobook following the Provoke period could be summed up in two words – Nobuyoshi Araki.“ (Gerry Badger)

Juergen Teller gehört, neben Wolfgang Tillmanns und Corinne Day, einer KünstlerInnen-Generation an, die in den frühen 1990ern für Magazinklassiker wie i-D, The Face, Ray Gun oder Spex tätig waren und eine neue, spontane Foto-Ästhetik aus dem Zeitschriften- in den Kunstkontext brachten. Teller konnte sich mit seiner einzigartigen, eine strikte Zuordnung zu kommerzieller oder doch privater Schnappschussfotografie verweigernden Bildsprache als feste Größe in der zeitgenössischen Kunstlandschaft durchsetzen. In seinen über 30 Fotobuchpublikationen und unzähligen Kooperationen mit Magazinen, wie beispielsweise seiner Fotokolumne im ZEITmagazin, spiegeln sich ebenjene telleresque Ästhetik und sein unstillbarer Hunger nach Bildern wider:

„Offen und subjektiv, ganz ohne vordergründige Effekte gibt Juergen Teller Einblicke in seine Welt – wie sich das zusammenfügt, bleibt dem Betrachter seiner Bilder überlassen.“ (Steidl Verlag)


Kuratiert von Michael Kollmann

Foto: Michael Kollmann
Foto: Michael Kollmann
Foto: Michael Kollmann
Foto: Michael Kollmann

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